Das Besondere an der „Methode Champenois“ ist, dass die Champagner nicht im Weinfass sondern in der Flasche vergären und dort die so wichtige Kohlensäure produzieren und einen besonderen Geschmack erhalten.
Der Gärprozess findet mit Hilfe der Hefe im Wein statt. Einfache Standard Champagner bleiben für 15 Monate mit Hefe in der Flasche in den Lagerhallen. Hochwertige Champagner, z.B. Jahrgangs-Champagner, werden oftmals über drei bis sechs Jahre „auf der Hefe“ und in der Flasche gelagert.

Bevor der Champagner nun für den Verkauf bereitgestellt werden kann, muss die Hefe aus der Flasche entfernt werden, da sie trübe aussieht und nicht sonderlich schmeckt. Genau hier kommt das „Rütteln“ der Flaschen ins Spiel. Die Flaschen werden mit dem Hals nach unten in schräg aufgestellte „Rüttelpulte“ gesteckt (Siehe Bild rechts). Dann werden sie bis zu 12 Wochen lang täglich, meist noch per Hand, von den sog. Remueurs (den „Rüttlern“) gerüttelt, um ein-achtel gedreht und immer steiler in das Regal gestellt, bis die Flaschen ganz auf dem Kopf stehen. So setzt sich Schritt für Schritt der Bodensatz bzw. die Hefe im Flaschenhals ab und kann später aus der Flasche entfernt werden. Erfahrene Rüttelmeister können pro Tag rund 30.000 Flaschen Champagner drehen – wobei viele grosse Firmen das Rütteln heute maschinell durchführen.

 

One Response to “Warum werden Champagner bei der Lagerung „gerüttelt“?”

  1. Dejan Says:

    Super, dass hier immer soviel geschrieben wird.

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